Finanzordnung

§ 1 Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit

(1)   Der Turngau ist nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit zu führen, d.h. die Aufwendungen müssen in einem wirtschaftlichen Verhältnis zu den erzielten und erwarteten Erträgen stehen und ausnahmslos dem satzungsgemäßen Zweck dienen.

(2)   Aufwendungen, denen mess- oder bewertbare Erträge gegenüberstehen, sind nach den Grundsätzen der Sparsamkeit zu tätigen.

(3)   Geldbeträge, deren Ausgaben in absehbarer Zeit nicht erforderlich sind, müssen bis zum Zeitpunkt des tatsächlichen Bedarfs den Konten des Gaues zugeführt werden.

§ 2 Haushaltsplan

(1)   Für jedes Geschäftsjahr ist vom Präsidium ein Haushaltsplan aufzustellen, der sich in seinem Aufbau nach dem Kontenplan des Turngaues richtet. Er ist gemäß § 10 Abs. 8 Buchstabe d der Satzung dem Hauptausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen.

(2)   Die einzelnen Positionen des Haushaltsplanes sind gegenseitig deckungsfähig. In jedem Fall sollte der Haushaltsplan eine Sicherheitsrücklage enthalten.

(3)   Über- und außerplanmäßige Ausgaben sind im Rahmen der Gesamtdeckung zulässig.

§ 3 Jahresabschluss

(1)   Im Jahresabschluss sind die vollständigen Einnahmen und Ausgaben des Haushaltsplanes nachzuweisen sowie die Schulden und das Vermögen aufzuführen. Er hat außerdem eine Vermögensübersicht zu enthalten.

(2)   Nicht im Jahresabschluss aufgeführte Geldbeträge sind als "Schwarze Kassen" anzusehen und satzungswidrig. Gleiches gilt für nicht aufgeführte Bankkonten und Vermögensbestände.

(3)   Nach Prüfung durch die gewählten Kassenprüfer erstattet der Vizepräsident Finanzen dem Präsidium über das Ergebnis Bericht. Nach Genehmigung durch das Präsidium erfolgt die Veröffentlichung der Jahresrechnung beim Hauptausschuss.

§ 4 Finanz- und Kassenführung

(1)   Für die Finanz- und Kassenführung ist der Vizepräsident Finanzen des Turngaues verantwortlich.

(2)   Die Buchführung der Kassenführung hat nach den gesetzlichen Vorschriften zu erfolgen.

(3)   Über jede Einnahme und Ausgabe muss ein Kassenbeleg vorhanden sein. Belege müssen den Tag der Ausgabe, den Betrag und den Verwendungszweck enthalten. Die sachliche Berechtigung der Ausgaben ist durch Unterschrift zu bestätigen.

§ 5 Einrichtung von Bankkonten

Die Einrichtung von Bankkonten (Girokonten, Sparkonten) bedarf der Zustimmung des Präsidiums.

§ 6 Zahlungsverkehr

(1)   Der Zahlungsverkehr ist möglichst bargeldlos über die Turngaukonten abzuwickeln.

(2)   Für die tägliche Entgegennahme oder Ausgabe von Bargeld kann eine Handkasse geführt werden, wobei eine Anschreibliste anzulegen ist. Der Barbestand der Handkasse muss jederzeit sofort erkennbar sein.

(3)   Zahlungsanweisungen bedürfen ausnahmslos der Unterschrift eines nach § 26 BGB ermächtigten Mitgliedes des Präsidiums.

§ 7 Eingehen von Rechtsverbindlichkeiten

Das Eingehen von Rechtsverbindlichkeiten im Rahmen des Haushaltsplanes ist im Einzelfall vorbehalten:

a)   Dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten Finanzen jeweils bis zu einer Summe von € 500,00.

b)   Dem Präsidenten und einem Vizepräsidenten gemeinsam bei Beträgen von € 500,00 bis € 1.000,00.

c)   Dem Präsidium über € 1.000,00.

d)   Den Fachgebietsvorsitzenden und Turnwarten bei der Durchführung von Wettkämpfen und Veranstaltungen.

e)   Über- und außerplanmäßige Ausgaben im Rahmen der Gesamtdeckung werden vom Präsidium beschlossen.

f)    Der Lehrwart ist ermächtigt, Verbindlichkeiten für seinen Bereich im Rahmen des genehmigten Haushaltsplanes bzw. der Erstattungen des STB einzugehen.

g)   Die Geschäftsstelle ist ermächtigt, Verbindlichkeiten im Rahmen des genehmigten Haushaltsplanes für den Büro- und Verwaltungsbedarf einzugehen.

§ 8 Unkostenerstattung

Den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern des Turngaues sind entstehende Unkosten, nach den jeweils gültigen Beschlüssen des Turngaues, zu erstatten.

§ 9 Inventar

(1)   Zur Erfassung des Inventars sind vom Vizepräsidenten Finanzen Inventarverzeichnisse anzulegen.

(2)   Es sind alle Gegenstände aufzunehmen, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind und den Wert von € 100,00 übersteigen. Anzugeben sind:

       a) Anschaffungsdatum

       b) Bezeichnung des Gegenstandes

       c) Anschaffungs- und Zeitwert

       d) Aufbewahrungsort

(3)  Gegenstände, deren Vermögenswerte sich vermindert haben und ausgesondert werden müssen, sind mit einer kurzen Begründung anzuzeigen.

(4)   Zum Jahresende ist eine Inventur durchzuführen und zu dokumentieren.

§ 10 Steuern und Spenden

(1)   Bei Vorliegen gesetzlicher Steuerabgaben ist der Vizepräsident Finanzen für die rechtzeitige und termingerechte Abgabe der Steuererklärung beim Finanzamt zuständig.

(2)   Spendenbescheinigungen (Sach- und Geldspenden) werden vom Vizepräsident Finanzen nach den gesetzlichen Bestimmungen ausgestellt.

Kassenprüfungen

(1)   Die Kassenprüfer sind verpflichtet, Prüfungen gemäß § 10 der Satzung des Turngaues vorzunehmen. Darüber hinaus sind sie berechtigt, sonstige regelmäßige und unvermutete Prüfungen vorzunehmen.

(2)   Die Kassenprüfer überwachen die Einhaltung der Finanzordnung.

 

 

Diese Finanzordnung wurde vom Hauptausschuss am 04.05.2007 beschlossen. Gleichzeitig trat die Finanzordnung vom 12.10.1991 außer Kraft.